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b_200_0_0_00_images_Beitragsbilder_Amstad_Markus_St_Ida_1.jpgDie Idakapelle in Beckenried ist bei vielen in Vergessenheit geraten, wahrscheinlich weil sie so klein ist. Sie ist etwas zwischen Kapelle und Bildstöcklein.
 

 

 

 

 

Gerade das macht ihren Reiz aus. 

Leider wissen wir praktisch nichts über die Geschichte dieser Kapelle. Einzig ein Zeitungsausschnitt „Nidwaldner Stubli“, Beilage zum Nidwaldner Volksblatt, Nr. 6, November 1932, berichtet folgendes: „Die St. Iddakapelle in Beckenried ist das einzige St. Iddaheiligtum in Nidwalden. Die Pfarrkirche von Bauen (Uri) ist St. Idda geweiht. Vermutlich brachten die Herren von Beroldingen den Kult aus dem Thurgau nach Uri und nach Bauen, wo sie ständig vorüberreisten, wenn sie nach Altdorf heimkehrten. Die Kapelle in Beckenried weist ein Altarbild aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts auf. Das schlichte Kapellchen hat von gut gesinnten Leuten stets wieder Unterhalt und Pflege gefunden.“

Ganz in diesem Sinn taten sich in den achtziger Jahren Pensionierte zusammen, um das stark beschädigte Bethaus durch einen Neubau zu ersetzen unter Bewilligung der Gemeinde und Genossen. So durfte Pfr. Urs-Peter Casutt am 11. Juni 1989 das in frischem Glanz strahlende Schmuckstück einweihen. Nebst der heiligen Ida sind die beiden Heiligen Nikolaus von Myra und Johannes Nepomuk über dem Altar dargestellt. Nach der Überlieferung heiratete die im Jahr 1156 geborene Ida mit 19 Heinrich von Toggenburg. Durch ein Missverständnis beschuldigte er sie, Ehebruch begangen zu haben und stürzte sie 1191 von seiner Burg (heute St. Iddaburg) in den Abhang hinunter. Glücklicherweise blieb sie unversehrt. In ihrem frommen und einfachen Einsiedlerleben wurde sie von vielen Ratsuchenden besucht. Ab 1218 wohnte sie in Fischingen TG beim Benediktinerinnenkloster. Dort starb sie etwa 1226.

Schon über 20 Jahre sind es her, als die erneuerte Idakapelle eingeweiht wurde. Dies war ein Grund, am Samstag, 8. Juni 2013 zu feiern. Der Festgottesdienst um 14 Uhr mit anschliessender Festwirtschaft war mehr als ein Quartierfest und wurde von zahlreichen Pfarreiangehörigen besucht.