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b_200_0_0_00_images_Beitragsbilder_Amstad_MarkusST_ANNAKAPELLE.jpgGottesdienste, Besinnung

Kapazität: 20 Personen

Kontakt: Pfarreisekretariat und Sakristane

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lage und Gechichte der St. Anna-Kapelle

Das kleine Gotteshaus mt spitzem Dachreiter und markantem Dachvorsprung hat seinen Platz rechts über der Rütenenstrasse, gleich nachdem diese leicht antsteigt. Ursprünglich in freier Umgebung erbaut, befindet sich die Kapelle heute mitten in einem Wohngebiet. Ihre Front ist auf die Strasse ausgerichtet; eine moderne Treppenanlage führt zum Eingang hinauf. 

Über die Anfänge wissen wir wenig. Ein der Mutter Mariens geweihtes Heiligtum muss schon am Anfang des 17. Jahrhunderts hier gestanden haben. Jedenfalls bezeugt die der päpstliche Nuntius Frederico Borromeo in einem Brief vom 11. Juni 1665, indem er darin erwähnt, dass nach Auskünften von Pfarrer Viktor Käslin in besagter Kapelle schon 50 Jahre früher sporadisch Messe gefeiert worden sei. Gemäss einer Aussage von Kirmeier Wolfgang Schriber vom Dreikönigstag 1736 hat Kaspar Kramer, der Besitzer der "Müli", das Gotteshaus um 1600 als Dank für die Errettung aus grosser Gefahr erbauen lassen. Der Müller war mit dem Schiff in ein schweres Unwetter geraten. Da habe er der "hl. Grossmutter Anna" eine Kapelle versprochen, wenn er heil und gesund davon komme. Diese Szene ist im Deckenbild eindrücklich dargestellt: Ein schwankendes Segelschiff wird von schäumenden Wellen bedroht und die Besatzung streckt Hilfe suchend die Arme aus, gleichsam von St. Anna Rettung erflehend.

Die heutige Form hat die Kapelle im Jahre 1753 erhalten. Anlass zum Neubau war ein Brand in der Mühle, der auf die Fürbitte der hl. Anna verhältnismässig glimpflich abgelaufen ist. Auch diese Gebetserhörung ist im Deckengemälde festgehalten. Am 13. September 1753 nahm der Bischof die Kapellweihe vor. Das Heiligtum blieb noch bis 1855 in privater Hand. Seither ist es Besitz der Kirchgemeinde. Im Jahre 1925 fand eine Renovation statt. 1984 wurde der Bau einer Gesamtrestaurierung unterzogen (Architekt: Damian Widmer). Dabei hat man die bisherigen Bankdoggen durch jene aus der Friedhofkapelle ersetzt.